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April 2026 - Florian Bartenschlager

Teil der Autorenschaft der Publikation (v.l.n.r.): PD Dr. Lars Mundhenk, Prof. Dr. Achim D. Gruber, PhD, Florian Bartenschlager, PhD, Prof. Dr. Heidrun Gehlen, Katharina Landmann, Dr. Christoph Weise

Teil der Autorenschaft der Publikation (v.l.n.r.): PD Dr. Lars Mundhenk, Prof. Dr. Achim D. Gruber, PhD, Florian Bartenschlager, PhD, Prof. Dr. Heidrun Gehlen, Katharina Landmann, Dr. Christoph Weise
Bildquelle: Lea Hanselmann

Proteomic profiling of equine airway mucus reveals compositional changes in asthmatic phenotypes. 

Die Hypersekretion und Akkumulation von Schleim in den Atemwegen sind entschei-dende pathophysiologische Faktoren beim equinen Asthma (EA), der häufigsten und wichtigsten Atemwegserkrankung der Pferde. Die Proteinzusammensetzung des Schleims (Mukusproteom) ist bei gesunden wie asthmatischen Pferden unbekannt, könnte jedoch wegweisend für ein Pathogeneseverständnis, Diagnostik und Therapie sein.

In unserer Studie führten wir erstmals eine massenspektrometriebasierte Analyse von Mukus durch, der aus bronchoalveolärer Lavage-(BAL)-Flüssigkeit von lungengesun-den, milden bis moderaten (MEA) und schweren asthmatischen (SEA) Pferden isoliert wurde. Damit gelang eine detaillierte proteomische Kartierung des Atemwegsschleims.

Dabei wurden über 2000 Proteine identifiziert und quantifiziert, darunter bekannte Schleimkomponenten wie MUC5AC, MUC5B sowie die beim Pferd bislang unbekannten MUC1 und MUC4. MUC4 zeigte sich als robustes, entzündungsassoziiertes Markerpro-tein für EA mit starker Korrelation mit BAL-Neutrophilen und exzellenter Trennschärfe zwischen gesunden und EA-Patienten. Zudem fanden sich Unterschiede zwischen MEA und SEA, z. B. eine signifikante Erhöhung von MUC5B nur bei SEA sowie phänotypab-hängige Veränderungen von Glycosyltransferasen und Aquaporinen als Hinweise auf veränderte Mukuseigenschaften bei EA-Patienten.

Die Daten erlauben die Etablierung eines Biomarker-Panels, das die EA-Diagnostik beschleunigen und vereinfachen könnte. Die Publikation begleitet eine Patentanmel-dung für Biomarker für equines Asthma (Offenlegungsschrift EP4260906A1). Unsere Ergebnisse liefern ferner Hinweise auf phänotypenabhängige Pathomechanismen des EA.