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Studie erforscht Wirtsanpassung des Zoonoseerregers „Streptococcus suis“

Elektronemikroskop-Bild des Erregers "Streptococcus suis"

Elektronemikroskop-Bild des Erregers "Streptococcus suis"
Bildquelle: Manfred Rohde (HZI Braunschweig)

News vom 25.02.2026

Die enge Verflechtung von menschlicher, tierischer und Umweltgesundheit fördert neue Gesundheitsrisiken, etwa durch antimikrobiell resistente Erreger. Der Zoonoseerreger "Streptococcus suis", der weltweit hohe wirtschaftliche Schäden in der Schweinehaltung verursacht, wurde inzwischen auch bei anderen Tierarten nachgewiesen, darunter Hunde, Katzen, Rinder und verschiedene Vogelarten.

In einer Studie, die als „Paper of the Month Januar“ ausgezeichnet wurde, prüften Forschende um Muriel Dresen, Fachtierärztin für Mikrobiologie, ob Infektionen bei anderen Spezies reine Spillover-Ereignisse sind oder auf eine Wirtsanpassung hindeuten. Sie analysierten 37 Ganzgenomsequenzen aus verschiedenen Spezies, darunter 26 Vogelisolate.

Die Ergebnisse liefern Hinweise auf eine Wirtsanpassung bei Vogelisolaten: Dazu zählen phylogenetisches Clustern, ein besseres Überleben in Hühner- im Vergleich zu Schweineblut und das Vorhandensein vogelspezifischer mobiler genetischer Elemente. Zudem zeigten die Vogelstämme im Gegensatz zu anderen Tierisolaten Multiresistenzen. Analysen legen nahe, dass ein Teil der Wirtswechsel und Übertragungen innerhalb von Vogelpopulationen in den letzten 40 Jahren stattfand – einer Phase intensiven Antibiotikaeinsatzes.

Die Studie macht deutlich, dass der Einsatz identischer Antibiotika in Human- und Veterinärmedizin langfristige Risiken birgt. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, Monitoringprogramme weiterzuentwickeln.

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