Einreise nach Deutschland, Visumsfragen, Aufenthaltsgenehmigung, Versicherung

Ein Studium im Ausland erfordert viel Organisation…

Ein Studium im Ausland erfordert viel Organisation…
Bildquelle: Anja Matys, Institut für Veterinär-Biochemie

Einreise & Aufenthalt

Wer einen Studienaufenthalt an der Freien Universität anstrebt, sollte schon vor der Anreise gut vorbereitet sein. Werden alle erforderlichen Papiere mitgebracht, sind die Formalitäten vor Ort rasch erledigt.

Damit der Einstieg ins Studium leichter gelingt, können sich Austauschstudierende schon vor ihrer Ankunft in Berlin im Internet-Portal Distributed Campus über Studienbedingungen und das Leben in Berlin informieren.

Visum

Alle ausländischen Studierenden (ausgenommen Staatsangehörige folgender Länder: EU-/ EWR-Länder sowie Australien, Honduras, Israel, Japan, Kanada, Korea, Monaco, Neuseeland, San Marino, Schweiz oder USA), benötigen vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland zur Aufnahme eines Studiums ein Visum zu Studienzwecken. Das Visum erteilen die deutschen Auslandsvertretungen der entsprechenden Herkunftsländer. Weitere Informationen zu den Visabestimmungen erteilen die Deutschen Botschaften der jeweiligen Länder.

Das Einreisevisum bedarf der Zustimmung der Berliner Ausländerbehörde, die nach Vorlage aller erforderlichen Nachweise die nötige Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken erteilt. Jede Änderung dieses Aufenthaltszwecks, z.B. durch Studiengang-, Fach- oder Hochschulwechsel, erfordert einen neuen Antrag bei der Ausländerbehörde.

Wer nach Berlin kommen möchte, um hier den Aufnahmetest für das Studienkolleg oder die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) abzulegen, kann ein Studienbewerbervisum beantragen. Es ist drei Monate gültig und kann in eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken umgewandelt werden. Sprachkursvisa werden nur für die Dauer des Sprachkurses ausgestellt und können ebenso wie Touristenvisa nicht in eine Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden.

Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken

Studierende aus EU-Ländern, Island, Liechtenstein und aus Norwegen müssen keine Aufenthaltserlaubnis bei der Berliner Ausländerbehörde beantragen. Sie benötigen eine Freizügigkeitsbescheinigung, die sie beim Bürgeramt erhalten.

Alle anderen ausländischen Studierenden müssen innerhalb eines Monats oder vor Ablauf des Visums eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken beantragen.

Zur Beantragung der Aufenthaltserlaubnis wird benötigt:

  • das Antragsformular
  • einen gültigen Pass, (Gültigkeitsdauer mindestens sechs Monate, besser ein Jahr) mit Visum,
  • die Meldebestätigung des Bürgeramtes (Kopie)
  • einen Krankenversicherungsnachweis (Kopie)
  • einen Finanzierungsnachweis (z.B. Stipendienbescheid) (Kopie)
  • die Immatrikulationsbescheinigung/ Studierendenausweis der Freien Universität Berlin
  • zwei biometrie-taugliche Passfotos

Die Unterlagen müssen der Ausländerbehörde des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) übergeben werden. Die Ausländerbehörde kann für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis Gebühren bis zu einer Höhe von 80 Euro verlangen.

Es gilt zu beachten, dass spätestens zwei Wochen nachdem in Berlin ein Zimmer oder eine Wohnung bezogen wurde bei der Meldebehörde in einem der Berliner Bürgerämter eine Anmeldung erfolgen muss.

Änderung des Aufenthaltsgrundes

Wer den Studiengang wechseln möchte, muss sich dafür bis zum Ende des dritten Semesters entschieden haben. Ein Studiengangswechsel setzt eine neue Aufenthaltsgenehmigung voraus. Das gilt auch für Studierende, die eine Promotion anstreben, ebenso wie für Programmstudierende, die ein reguläres Studium an der Freien Universität Berlin aufnehmen möchten. Bevor der Aufenthaltsgrund geändert wird, ist es ratsam, sich über sämtliche Konsequenzen und die weiteren Schritte mit der ZE Studienberatung und Psychologische Beratung in Verbindung zu setzen.

Krankenversicherung

Alle Studierenden müssen bei der Immatrikulation eine Bescheinigung einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse für die Dauer des Studiums vorlegen.

  • Studierende aus EU-/EWR-Ländern oder der Schweiz

    Studierende aus EU-/EWR-Ländern oder der Schweiz müssen eine Europäische Krankenversicherungskarte vom entsprechenden heimatlichen Versicherungsbüro mitbringen. Diese Krankenversicherung muss dann in Berlin von einer gesetzlichen Krankenkasse anerkannt werden.

    Wichtig ist, dass die Krankenversicherung für den gesamten Zeitraum des Studienaufenthaltes gültig ist: für das Wintersemester vom 01.10. bis 31.03., für das Sommersemester vom 01.04. bis 30.09. und für das gesamte akademische Jahr vom 01.10. bis 30.09. Ohne korrekte Datierung erkennen die Krankenkassen die Versicherung nicht an und eine Immatrikulation kann nicht erfolgen.

  • Studierende aus anderen Ländern


    Gesetzliche Krankenversicherung

    Wer keine private Krankenversicherung aus Deutschland oder dem Heimatland hat und unter 30 Jahre alt ist, muss eine gesetzliche studentische Krankenversicherung in Deutschland abschließen. Sie kostet etwa € 80,- pro Monat.

    In einigen wenigen Fällen ist der Abschluss einer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich. In diesem Fall wird der Abschluss einer privaten Krankenversicherung in Deutschland empfohlen.

    Private Krankenversicherung

    Wer eine Krankenversicherung aus dem Heimatland mitbringt oder eine deutsche private Krankenversicherung hat, muss diese bei einer gesetzlichen Krankenkasse vorlegen. Es folgt eine Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht, eine Befreiungsbescheinigung wird erteilt.

    Im Krankheitsfall gelten die Bestimmungen des Krankenversicherungsvertrages aus dem Heimatland bzw. die der privaten Krankenversicherung.

    Die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung kann nicht widerrufen werden.

Eröffnung eines Bankkontos

Es empfiehlt sich, möglichst bald nach Ankunft in Berlin ein Girokonto zu eröffnen. In vielen Fällen ist ein Bankkonto sogar unbedingt erforderlich, z. B. zum Überweisen der Miete, wenn ein Zimmer in einem Wohnheim bezogen wird.

Zur Kontoeröffnung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Pass
  • Meldebestätigung des Bürgeramtes
  • Immatrikulationsbescheinigung, um gewisse Vergünstigungen für Studierende in Anspruch nehmen zu können (z.B.: gebührenfreie Kontoführung)

Falls zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung eine Immatrikulation noch nicht erfolgt ist, kann die Bescheinigung jederzeit bei der Bank nachgereicht werden.