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Kochen- und Gelenkchirurgie

Die chirurgische Behandlung von Frakturen sowie komplexen Knochen- und Gelenkerkrankungen stellt beim Pferd besondere Anforderungen. Gleichzeitig haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt. Erkrankungen und Verletzungen, die früher nur eingeschränkt chirurgisch behandelbar waren, können heute durch moderne Osteosyntheseverfahren und minimalinvasive Operationstechniken in vielen Fällen erfolgreich versorgt werden.

Die Pferdeklinik der Freien Universität Berlin ist auf die Behandlung anspruchsvoller knochen- und gelenkchirurgischer Patienten spezialisiert und übernimmt auch komplexe Fälle im Rahmen der überregionalen Überweisungstätigkeit.

Frakturversorgung beim Pferd

Eine besondere Herausforderung der Frakturversorgung beim Pferd sind die hohen biomechanischen Anforderungen. Anders als beim Menschen kann eine operierte Gliedmaße nach dem Eingriff nicht über einen längeren Zeitraum vollständig entlastet werden. Das Pferd muss nach der Narkose wieder aufstehen und die betroffene Gliedmaße frühzeitig belasten können. Eine möglichst präzise Rekonstruktion und hohe Stabilität der Frakturversorgung sind deshalb von entscheidender Bedeutung.

Welche Behandlung möglich und sinnvoll ist, hängt unter anderem von Lokalisation und Art der Fraktur, dem Ausmaß der Weichteilverletzung, Alter und Gewicht des Pferdes sowie der biomechanischen Belastung der betroffenen Region ab. Jede Fraktur muss daher individuell beurteilt und die Versorgung sorgfältig geplant werden.

Die moderne Frakturchirurgie hat sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt. Fortschritte bei Implantaten, Operationstechniken und bildgestützter Planung haben die Möglichkeiten der chirurgischen Versorgung deutlich erweitert. Auch bei komplexen Frakturen lohnt sich deshalb eine frühzeitige Beurteilung durch ein spezialisiertes Zentrum.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist darüber hinaus die Chirurgie der Halswirbelsäule. Die Pferdeklinik der Freien Universität Berlin gehört zu den wenigen Standorten in Deutschland, an denen minimalinvasive Eingriffe an der Halswirbelsäule sowie chirurgische Stabilisationen der Halswirbelsäule beim Pferd durchgeführt werden. Diese anspruchsvollen Eingriffe erfordern eine präzise präoperative Planung sowie besondere chirurgische Expertise und technische Ausstattung.

Gelenkchirurgie

Viele Erkrankungen und Verletzungen von Gelenken können heute arthroskopisch und damit minimalinvasiv behandelt werden. Über kleine Operationszugänge können Gelenke mit einer Kamera detailliert beurteilt und krankhaft veränderte Strukturen gezielt behandelt werden.

Zu den häufigen Einsatzgebieten gehören beispielsweise die Entfernung freier Knochen- oder Knorpelfragmente sowie die Behandlung verschiedener traumatischer oder entwicklungsbedingter Gelenkveränderungen.

Nach demselben Prinzip können mit der Tenovaginoskopie Sehnenscheiden und mit der Bursoskopie Schleimbeutel untersucht und chirurgisch behandelt werden. Diese Verfahren ermöglichen eine gezielte Behandlung bei möglichst geringer Beeinträchtigung des umliegenden Gewebes.

Bei besonders komplexen oder anatomisch schwer zugänglichen Knochen- und Gelenkerkrankungen können ergänzend die auf unserer Hauptseite beschriebenen CT-gestützten und computergestützten Operationstechniken eingesetzt werden.

Unser Ziel ist es, für jeden Patienten die geeignete Behandlungsstrategie individuell festzulegen und dabei Stabilität, Präzision und eine möglichst gewebeschonende Operationstechnik miteinander zu verbinden.

Den neuen Absatz zur Halswirbelsäulenchirurgie finde ich an dieser Stelle sehr wertvoll, weil er tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal hervorhebt, statt noch einmal allgemeine Leistungen der Hauptseite zu wiederholen.