Holztafel am Herrenhaus in Düppel, vor 1988

Auf Antrag der Teltowischen Kreisstände und in Anerkennung der militärischen Erfolge des Prinzen Friedrich Karl (1828 -1885) wurden dessen Besitz ab 1865 die Rechte eines Rittergutes verliehen. Hierzu gehörte seit 1859 auch das Vorwerk Neu-Zehlendorf. Den Namen "Düppel" wählte der Prinz nach der erfolgreichen Schlacht um die Düppeler Schanzen 1864. Bei dieser hatte er das Erste (preußische) Korps befehligte und zum Sieg über die dänische Armee beigetragen. Prinz Friedrich Karl wohnte im 1869 erbauten Jagdschloß Dreilinden (1954 abgerissen). Auf dem Rittergut selbst betrieb er ein Pferdegestüt, das in Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschrieben wurde. Weite Teile seines Besitzes verpachtete der Prinz an den Landwirt Ernst Ring, der seinerseits im Herrenhaus in Düppel wohnte.
Die Holztafel, die an diese Namensgebung erinnern sollte, wurde 1969 anstelle einer verloren gegangenen Marmortafel angebracht. Nach der Restaurierung des Haupthauses 1988-90 fehlte jedoch auch diese Tafel. Eine neue Marmortafel wurde 2003 mit Mitteln der Gesellschaft der Freunde der Veterinärmedizin an der FU e.V. wiederbeschafft.
(Sammlung U. Leinen )