Herrenhaus in Düppel, um 1910

Im Kern besteht die heutige Mensa aus dem ehemaligen Haupthaus des „Vorwerks Neu-Zehlendorf“ von Friedrich W. H. Bensch. Zunächst wurde um 1830 ein eingeschossiger Bau mit Satteldach und Gauben errichtet. Der klassizistische Stil zeigte sich vor allem im Fugenschnitt und in den Fensterrahmungen. 1850 wurde ein turmähnlicher Bau vorgelagert. Während man die beiden unteren Geschosse dem Stil des Langhauses anglich, blieb im Dachgeschoß die Fachwerkkonstruktion sichtbar. So entstand ein malerischer Eindruck, den Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg (sachlich nicht ganz richtig) als „Tudorstil“ bezeichnete. Auch der südliche Anbau wurde in Fachwerktechnik errichtet.
(Postkarte, PK Geheimes Staatsarchiv, Berlin; Slg. Dewitz)