Antibiotikatherapie bei Endometritiden der Stute

Gebärmutterentzündung (Endometritis) bei der Stute ist ein häufiges Problem in der Pferdezucht und stellt eine der Hauptursachen für Fertilitätsstörungen beim Pferd dar. Eine Antibiotikagabe ist daher oftmals indiziert, die Applikationsweise wird aber bislang kontrovers diskutiert. Die lokale Antibiotika-Applikation direkt in die Gebärmutter hat den Vorteil lokal, „am Ort des Geschehens“, unter Umgehung des restlichen Kreislaufs zu wirken. Allerdings kann eine schädlicher Wirkungen auf den Uterus nicht ausgeschlossen werden. Bei einer systemischen Antibiose stellt sich dagegen immer die Frage, ob eine ausreichend hohe Konzentration in der Gebärmutter aufgebaut werden kann, um alle Bakterien zu vernichten.

Ziel der Untersuchungen ist es, die Antibiotika-Konzentration nach systemischer bzw. lokaler (intrauteriner) Verabreichung im Blut sowie in der Gebärmutter zu bestimmen. Daneben sollen eventuell auftretende schädliche Wirkungen des Antibiotikums nach intrauteriner Applikation auf die Gebärmutterschleimhaut der Stuten mittels histologischer Untersuchungen bestimmt werden.