Zyklusstörungen der Hündin

Zyklusstörungen der Hündin
Zyklusstörungen der Hündin

Der Sexualzyklus der Hündin dauert meist etwa ein halbes Jahr. Allerdings kommen auch Zeitintervalle von 5, 7 oder 8 Monaten vor. Es gibt auch Hunderassen, die üblicherweise einen Zyklusintervall von 12 Monaten aufweisen. Nach ein oder zwei Läufigkeiten findet die Hündin meist einen Rhythmus, d.h. die Intervalle sind gleich lang. Auch eine zwischenzeitliche Trächtigkeit und Säugeperiode verschiebt die folgende Läufigkeit meist nur wenig.

Der „normale Zyklus“

Die Läufigkeit (ca. 18 Tage) ist gekennzeichnet durch Schwellungen der Scham, blutigen Ausfluss und Verhaltensänderungen. Unterteilt wird diese Phase in der Klinik nochmals in die Phasen Proöstrus und Östrus. Im Proöstrus (ca. 9 Tage) ist die Blutung am stärksten und wesentlichstes Hormon ist das Östrogen. Im Östrus (ebenfalls ca. 9 Tage) fällt der Östrogenspiegel bereits und das Hormon Progesteron steigt an. In dieser Phase erfolgen die Eisprünge und die Hündin duldet das Besteigen durch den Rüden.

Es schließt sich der Metöstrus (ca. 90 bis 120 Tage) an. In den ersten Wochen dominiert weiterhin das Hormon Progesteron – unabhängig, ob die Hündin tragend ist oder nicht.

Schließlich folgt der so genannte Anöstrus, die Zyklusruhe (ca. 60 bis 90 Tage).

Diagnose und Therapie von Zyklusstörungen

Ursache für Veränderungen im Zyklusablauf können unter anderem Zysten, hormonelle Fehlregulationen oder falsche Hormonbehandlungen sein. Je nach Störung sind einmalige oder wiederholte Untersuchungen nötig. Diese schließen je nach Fall klinische Befunderhebungen (Unersuchungen mit dem Spekulum, Zellabstriche oder Ultraschall) und Hormonbestimmungen aus einer Blutprobe ein. Ziel ist es meist, die Aussichten für eine Zuchtnutzung einzuschätzen oder geeignete Therapien einzuleiten.