Untersuchung auf Zuchttauglichkeit

Ob ein Rüde in der Hundezucht eingesetzt werden sollte, wird im Wesentlichen von seinen genetischen und züchterischen Eigenschaften bestimmt. Diese werden vom Rüdenbesitzer, Zuchtwart oder Zuchtrichter eingeschätzt.

Eine Untersuchung auf Zuchttauglichkeit führen wir durch, um die Fortpflanzungsfähigkeit eines Rüden zu testen. Dies kann beispielsweise vor dem ersten Zuchteinsatz oder bei Verdacht auf verminderte Zuchtleistung sinnvoll sein. Eine verminderte Zuchtleistung kann bespielsweise vorliegen, wenn in Folge drei gedeckte Hündinnen leer bleiben.

Die Geschlechtsgesundheit

Es erfolgt eine eingehenden Untersuchung (incl. Ultraschall) der Hoden, der Nebenhoden, des Samenstranges, der Prostata, des Penis und der Vorhaut. So können Erkrankungen der Geschlechtsorgane festgestellt bzw. ausgeschlossen werden.

Handabsamung

Um einen vollständigen Eindruck über die Zuchtauglichkeit zu bekommen, ist eine sog. Handabsamung erforderlich. Diese ermöglicht die Beurteilung der Reflexkette und die Untersuchung des Samens.

In Anwesenheit einer läufigen Hündin (die wir in der Regel bereitstellen können) wird der Rüde per Hand stimuliert. Diese Methode ist für den Rüden schmerzfrei und ermöglicht den ganz gewöhnlichen Ablauf der Sexualreflexe. Weiterhin kann durch diese Methode das Ejakulat fraktioniert werden, d. h. die drei getrennten Portionen (Vorsekret, spermienreiches Sekret und Nachsekret) können getrennt voneinander in Spezialgläsern aufgefangen werden. Dies ist insbesondere wichtig, wenn der Samen in eine Hündin versamt oder weiter verarbeitet (Konservierung) werden soll.

In der Folge führen wir eine komplette spermatologische Untersuchung durch.

Abschließend erhalten Sie ein Gutachtens über die Zuchttauglichkeit in verständlicher Sprache und einen kompletten Befundbericht über die durchgeführten Untersuchungen.

Weitere Hinweise

Bitte beachten Sie, dass eine Zuchtauglichkeitsuntersuchung immer nur eine Momentaufnahme sein kann. Voraussagen zur künftigen Zuchtfähigkeit können nicht getroffen werden. Daher empfehlen sich in Zweifelsfällen Wiederholungsuntersuchungen.