Medikamentelle Kastration

Medikamentelle Kastration
Medikamentelle Kastration

Seit dem Frühjahr 2008 ist in Europa ein neuartiges Präparat zugelassen, mit dem Rüden medikamentell (chemisch) kastriert werden können. Zu diesem Zweck wird dem Rüden mittels einer Kanüle ein Hormonimplatat in der Größe eines Reiskornes (ähnlich wie die Applikation eines Mikrochips) unter die Haut implantiert.

Dieses Implantat setzt ein Hormon frei, welches die Steuerung der Sexualhormonproduktion außer Kraft setzt. Dies geschieht sehr nebenwirkungsarm. Die Folge ist eine vollständige Auslöschung des Sexualtriebes, eine Einstellung der Spermienproduktion und eine deutliche Umfangsreduzierung der Hoden.

Die Wirkung hält etwa sechs Monate an und kann durch Folgebehandlungen verlängert werden. Besonderer Vorteil ist, dass die medikamentelle Kastration voll reversibel ist. Nach Abklingen der Wirkung erlangen die Rüden ihre volle Fruchtbarkeit wieder.

Da die Auswirkungen auf das Tier einer chirurgischen Kastration mit Entfernung der Hoden entsprechen, können mit dem Hormonpräparat erwünschte Wirkungen (u. a. weniger Aggressivität) und unerwünschte Nebenwirkungen (u. a. Fellveränderungen) vor einer Operation getestet werden. Auch diese positiven und negativen Wirkungen verschwinden, wenn das Implantat seine Wirkung verliert.

Für eine eingehende Beratung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.