Informationen und Hintergründe

Idee

Das interdisziplinäre Kolloquium "Statistische Methoden in der empirischen Forschung" wird seit 1975 durchgeführt und richtet sich an alle Interessenten an empirischen Fragestellungen und statistischen Methoden. Schwerpunkte sind aktuelle Themen aus dem Bereich Biostatistik, Medizin, Epidemiologie, Landwirtschaft oder anderen Anwendungsgebieten.

Die Veranstalter/innen repräsentieren heute angewandt statistisch-methodisch arbeitende Einrichtungen der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität Berlin, der Beuth Hochschule für Technik Berlin, der Charité, des Robert Koch-Instituts, des Bundesinstituts für Risikobewertung, der Bayer Pharma AG, PAREXEL und pj statistics. Als Initiator des Kolloquiums übernimmt das Institut für Veterinär-Epidemiologie und Biometrie am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin die Internet-Präsenz des Kolloquiums.

Dank der Vielfalt der Mitveranstalter/innen und Interessenten des Kolloquiums entsteht in jedem Wintersemester ein abwechslungsreiches Programm mit qualifizierten Referenten und Referentinnen. Die Vortragsthemen umfassen sowohl neue statistische Verfahren als auch interdisziplinäre Fragestellungen, die sich mit statistischen Methoden untersuchen lassen. Interessierten möchte das Kolloquium Anregungen für ihr Tätigkeitsfeld sowie Gelegenheit zum Austausch geben. Die Veranstaltungen dienen auch zum Knüpfen neuer und zur Intensivierung bestehender Kontakte, sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Gebieten der Biostatistik, Epidemiologie und der angewandten Statistik.

Durchführung

Das Kolloquium wird in jedem Wintersemester durchgeführt. Jeden Dienstag ist ein Zeitraum von 90 Minuten für einen Referenten oder eine Referentin reserviert. Nach einem etwa 60-minütigen Vortrag sind alle Teilnehmer zur Diskussion eingeladen. Anschließend gibt es bei einer "Nachsitzung" ausreichend Gelegenheit zum weiteren Austausch, zum Kennenlernen oder einfach nur zum geselligen Beisammensein...

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, ohne vorherige Anmeldung, zu einer der öffentlichen Veranstaltungen zu kommen!

Das Programm für das kommende Wintersemester liegt jeweils bereits im Sommer zur Information und Vormerkung vor und wird auf der Internet-Seite zur Verfügung gestellt. Außerdem werden das Programm und potentielle Änderungen, Neuigkeiten, Erinnerungen und Abstracts zu den Vorträgen per Email regelmäßig an alle, die sich in die Mailing-Liste eingetragen haben, verteilt.

Geschichte

Anfang der siebziger Jahre wurde das Biometrische Kolloquium am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin mit ca. zehn Veranstaltungen pro Jahr initiiert und schließlich zusammen mit Biostatistikern aus der Biologie und Humanmedizin der Freien Universität Berlin weitergeführt. Auch wenn keine Programme mehr vorhanden sind, kann 1975 als Gründungsjahr dieses interdisziplinären Kolloquiums bezeichnet werden. Im Jahr 1976 wurden Statistiker im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Berlin in den Veranstalterkreis mit einbezogen und das Kolloquium wurde unter dem Namen "Statistische Methoden in der experimentellen Forschung" weitergeführt.

Seit dem Wintersemester 1997/98 wird das Kolloquium unter dem Titel "Statistische Methoden in der empirischen Forschung" durchgeführt. Durchschnittlich nahmen (und nehmen) etwa 30 Interessenten (Minimum 10, Maximum 110) aktiv am Kolloquium teil. Nach dem Mauerfall und vor der Vereinigung verdoppelten sich kurzfristig die Teilnehmerzahlen.

Über die Jahre hat sich die Zusammensetzung des Veranstalterkreises immer wieder leicht verändert, abhängig von den in Berlin im Bereich der (Bio-)Statistik aktiven Einrichtungen. Insbesondere kamen nach der Wiedervereinigung Einrichtungen wie die Charité oder die Humboldt Universität hinzu.

Einrichtungen, die das Kolloquium mitgestaltet haben bzw. heute noch mitgestalten, umfassen:

  • die Fachbereiche Veterinärmedizin, Humanmedizin und Biologie sowie das Institut für Statistik und Ökonometrie an der Freien Universität Berlin,
  • das Institut für Quantitative Methoden im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Berlin,
  • die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät an der Humboldt Universität,
  • die Charité,
  • der Fachbereich Mathematik-Physik-Chemie der Beuth Hochschule für Technik Berlin (ehemals Technische Fachhochschule Berlin),
  • die Akademie der Wissenschaften,
  • das Bundesgesundheitsamt,
  • das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,
  • das Bundesinstitut für Risikobewertung,
  • das Robert Koch-Institut,
  • und von der Industrie
    • die Bayer Pharma AG (ehemals Schering AG bzw. Bayer Schering Pharma AG),
    • Pfizer
  • sowie die Auftragsforschungsinstitute
    • PAREXEL und
    • pj statstics.

Organisatorisch wurden bzw. werden diese Einrichtungen repräsentiert von:

Dr. Gisela Arndt, Prof. Rainald K. Bauer (†), Dr. Thomas Bregenzer, PD Dr. Susanne Dahms (†), Dr. Jürgen Dobberstein (†), Prof. Dr. Marcus Doherr, Prof. Dr. Günther Fuchs, Prof. Dr. Irene Guggenmoos-Holzmann (†), Dr. Edzard Hartmann, Prof. Dr. Joachim Hornung, Peter Jähnig, Gerd Kallischnigg, Dr. Jörg Kaufmann (†), Prof. Dr. Wolfgang Köhler, Prof. Dr. Bärbel-Maria Kurth, Dr. Franz-Josef Kretschmer, Prof. Dr. Jürgen Läuter, Dr. Vivian Lanius, Friedhelm Leverkus, Fabian Lotz, Prof. Dr. Ulrich Mansmann, Prof. Dr. Peter Martus, Prof. Dr. Reinhard Meister, PD Dr. Christine Müller-Graf, Dr. Konrad Neumann, Prof. Dr. Ulrich Rendtel, Prof. Dr. Christel Richter, Prof. Dr. Joachim Röhmel, Angelika Schaffrath Rosario, Prof. Dr. Werner Schlote, Prof. Dr. Herbert Stahl, Prof. Dr. Erhard Thomas, Prof. Dr. Hartmut Weiß, Prof. Dr. Klaus-Dieter Wernecke, PD Dr. Werner Wierich, Prof. Dr. Peter-Theodor Wilrich.

Allen Mitveranstaltern und den zahlreichen Teilnehmern und Referenten über die lange Zeit gilt unser herzlicher Dank für das große Engagement und Interesse!

Kolloquiums-Programm

Alle Kolloquiums-Programme ab Wintersemester 1998/1999 können eingesehen werden:

Seit dem Wintersemester 1985/1986 werden Kurzfassungen der Vorträge aus den Kolloquiums-Veranstaltungen auch als Publikation mit der ISSN Nummer 1615-4177 veröffentlicht.

Die Inhaltsverzeichnisse der inzwischen alle zwei Jahre erscheinenden Kolloquiumsbände sind hier einzusehen.