Arbeitsgruppe Prof. Gruber

 

Mitarbeiter

Forschungsschwerpunkte:

1. CLCA bei Krankheiten mit sekretorischen Fehlfunktionen

Die Arbeitsgruppe erforscht seit etwa 15 Jahren die CLCA-Genfamilie und ihre Genprodukte in Bezug auf ihre Bedeutung und mögliche therapeutische Relevanzen für verschiedene Krankheiten mit sekretorischen Fehlfunktionen. Bei diesen Krankheiten, zu denen auch Mukoviszidose (zystische Fibrose), Asthma und chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen des Pferdes zählen, kommt es unter anderem zu fehlgesteuerten Befeuchtungen und schleimigen Verstopfungen der Atemwege und, zum Teil, auch des Verdauungsapparates.

Die Familie der CLCA-Genprodukte scheint dabei für die Befeuchtung und Schleimproduktion auf Schleimhäuten der Nase, Luftröhre und der Lunge sowie des Darms mit verantwortlich zu sein. In der Arbeitsgruppe wird über verschiedene CLCA-Familienmitglieder beim Menschen, beim Pferd, beim Schwein und bei der Maus geforscht, um ihre normale Verteilung und Funktion sowie ihre Rolle bei krankhaften Zuständen besser zu verstehen. Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis der Krankheitsmechanismen und besseren Behandlungsmöglichkeiten für die betroffenen Patienten beizutragen. Die Arbeiten werden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und den Mukoviszidose e.V. finanziell unterstützt. (Liste relevanter Publikationen)

2. Praktisch-tierärztliche Forschungsschwerpunkte

Neben den Grundlagen-orientierten Forschungen zur CLCA-Genfamilie beschäftigen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit verschiedenen praktisch-tierärztlich relevanten Fragestellungen mit hoher Aktualität:

  • Bedeutung von Pilzinfektionen für die Sterblichkeit von Jungstörchen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (Projektleiter: Philipp Olias)

Als dienstleistende Einrichtung unterhält das Institut für Tierpathologie darüber hinaus zahlreiche Kooperationen mit den Kliniken und Instituten des Fachbereiches, der Charité Universitätsmedizin Berlin, dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Robert-Koch-Institut (RKI), dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg sowie zahlreichen Tierkliniken und praktizierenden Tierärzten in Berlin, Brandenburg und bundesweit.