Projektpartner

Die Freie Universität Berlin führt gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Robert Koch-Institut, unterstützt durch die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Studie zur Häufigkeit und Charakterisierung des Durchfallerregers Clostridium difficile bei Hunden, Katzen und ihren Besitzern durch.

 

Freie Universität Berlin, Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen

Das Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen gehört zum Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin. Dr. Antina Lübke-Becker leitet die Arbeitsgruppe "Infektionsdiagnostik und molekulare Epidemiologie (IME)" und koordiniert als Projektleiterin die Studie „Untersuchungen zur Prävalenz und Typisierung von Clostridium difficile bei Haustieren und ihren Haltern“. Der direkte Kontakt zu den Studienteilnehmern wird durch die Promotionsstudierende Denise Hildebrand aufgebaut, sie realisiert zum großen Teil die Probengewinnung in der Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere an der FU Berlin. Frau Dr. Lübke-Becker und Frau Hildebrand werden in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern die Ergebnisse der Studie auswerten.

 

Friedrich-Loeffler-Institut (Link)

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit ist eine selbstständige Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Im Mittelpunkt der Arbeiten des Friedrich-Loeffler-Instituts stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. von Infektionen, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden können.

Bezüglich der Studie zu Clostridium difficilewerden im Institut für bakterielle Infektionen und Zoonosen des FLI in Jena die gesammelten Stuhlproben auf das Vorhandensein des Erregers C. difficile untersucht. Die gewonnen Isolate von C. difficile werden anschließend typisiert (PCR-Ribotypisierung mittels Kapillargelelektrophorese, PCR Nachweis der Toxingene A und B sowie des binären Toxingens). Die Durchführung wird in der Arbeitsgruppe Clostridien unter der Leitung von Dr. Christian Seyboldt realisiert. Zusätzlich sollen die Proben für eventuell weitere Untersuchungen im FLI tiefgefroren gelagert werden.

Die Studienteilnehmer können die entnommenen Stuhlproben in den eigens dafür vorbereiteten Versandkartons per Post an das FLI senden. Das Porto muss nicht von den Studienteilnehmern gestellt werden sondern wird vom Empfänger übernommen.

 

Robert Koch-Institut (Link)

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist das nationale Public-Health-Institut für Deutschland. Die wichtigsten Arbeitsbereiche des Robert Koch-Instituts sind die Bekämpfung von Infektionskrankheiten und die Analyse langfristiger gesundheitlicher Trends in der Bevölkerung.

Im RKI werden die Daten zu meldepflichtigen Erkrankungen, die gemäß Infektionsschutzgesetz übermittelt werden, kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Darüber hinaus führen die RKI-Wissenschaftler eigene Datenerhebungen durch und unterstützen die Bundesländer bei Aufklärung und Management von Krankheitsausbrüchen.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes betreut Dr. Tim Eckmanns, Fachgebietsleiter in der Abteilung für Infektionsepidemiologie des RKI, maßgeblich die Entwicklung sowie die statistische Auswertung der Erhebungsbögen. Für die folgende Interpretation der gewonnenen Daten werden auch Ergebnisse aus humanmedizinischen Forschungsprojekten herangezogen.

 

Nationale Forschungsplattform für Zoonosen (Link)

Das Forschungsprojekt wird unterstützt durch die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen, diese ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Informations- und Servicenetzwerk für alle in Deutschland aktiven Arbeitsgruppen im Bereich der Zoonosenforschung.

Die Projektdurchführung unter dem Dach der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen ermöglicht den Anschluss des Pilotprojektes an ein zentrales Informations- und Servicenetzwerk für fachübergreifende Forschungsaktivitäten im Bereich der zoonotischen Infektionskrankheiten. Die Ergebnisse des Pilotprojektes können so effizient einem breiten öffentlichen und Fachpublikum zugänglich gemacht werden. Der Informationsaustausch mit weiteren Forschungsverbünden kann zur Harmonisierung und Standardisierung von Typisierungsmethoden beitragen. Mit den Kooperationspartnern wird in diesem Pilotprojekt eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Veterinär- und Humanmedizin realisiert, die den Zielsetzungen der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen entspricht.

Siehe auch: http://www.zoonosen.net/Projekte/Pilotprojekte/Clostridiumdifficile.aspx

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (Link)

Das Pilotprojekt „Untersuchungen zur Prävalenz und Typisierung von Clostridium difficile bei Haustieren und ihren Haltern“ wird über einen Zeitraum von 18 Monaten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Vorlesungsverzeichnis
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