Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt „Untersuchung zur Prävalenz und Typisierung von Clostridium difficile bei Haustieren und ihren Haltern“ wird vom Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Friedrich-Loeffler-Institut und dem Robert Koch-Institut durchgeführt. Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen unterstützt das Projekt. Gefördert wird die Studie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Ziel der Untersuchung ist es, statistisch auswertbare Daten zum Vorkommen von Clostridium difficile (C. difficile) bei Haustieren und ihren Besitzern zu erhalten und gegebenenfalls eine Einschätzung zu Übertragungswegen geben zu können. Ideal wäre es, wenn wir nach Auswertung der Daten Empfehlungen zur Prävention für Tierhalter und Tierkliniken aussprechen könnten.

Dafür werden Stuhlproben von Hunden und Katzen und ihren Besitzern gesammelt. Um den Gesundheitszustand und die Lebensumstände der Probandenpaare analysieren zu können, wird der Tierbesitzer gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Dieser Fragebogen umfasst allgemeine Fragen z.B. zum Wohnumfeld, zu Tierkontakten oder Berufstätigkeit. Weiterhin werden Fragen zu Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und dem Vorkommen bestimmter Krankheitssymptome, z.B. Durchfall erfragt. Von der Auswertung der Fragebögen versprechen wir uns Erkenntnisse zu möglichen Risikofaktoren, die eine Infektion mit C. difficile begünstigen können.

Im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, werden die Stuhlproben auf das Vorhandensein von C. difficile untersucht. Kann das Bakterium nachgewiesen werden, werden die gewonnenen Isolate anschließend typisiert (PCR-Ribotypisierung mittels Kapillargelelektrophorese, PCR Nachweis der Toxingene A und B sowie des binären Toxingens).

 

Geplante Projektergebnisse

Das angestrebte Projektergebnis ist eine erste nationale Studie zum Vorkommen und zur Charakterisierung von C. difficile bei Hunden, Katzen und ihren Besitzern, die eine erste Einschätzung des möglichen zoonotischen Potentials von C. difficile bei Haustieren ermöglichen soll.

 

Mehrwert des Projektes für die vernetzte Zoonosenforschung:

Die Projektergebnisse sollen als nationale Studie in einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden und so einem breiten Fachpublikum zugänglich gemacht werden. Die Ergebnisse sollen insbesondere im Rahmen und Umfeld der Nationalen Forschungsplattform Zoonosen vorgestellt werden. Der Mehrwert besteht in einer besseren Abschätzbarkeit des zoonotischen Potentials von C. difficile bei Haustieren, gegebenenfalls lassen sich anhand der erhobenen Daten Empfehlungen und Informationen für Hundehalter und Einrichtungen wie Tierkliniken im Bezug auf C. difficile ableiten.

 

Vorlesungsverzeichnis
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