Konsiliarlabor für nosokomiale Infektionen in der Veterinärmedizin

Das Konsiliarlabor für nosokomiale Infektionen in der Veterinärmedizin des Instituts für Mikrobiologie und Tierseuchen bietet Tierärzten und Tierhaltern (Tierzucht, Tierheime) ein umfassendes Aufklärungs- und Beratungsangebot über nosokomiale Infektionskrankheiten sowie deren Bekämpfung und Vermeidung.

Im Infektionsschutzgesetz (IfSG, §2) sind nosokomiale (gr.: Nosokomeion: Krankenhaus) Infektionen folgendermaßen definiert: "Eine Infektion mit lokalen oder systemischen Infektionszeichen als Reaktion auf das Vorhandensein von Erregern oder ihrer Toxine, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären oder einer ambulanten medizinischen Maßnahme steht, soweit die Infektion nicht bereits vorher bestand."

Das seit Jahrzehnten in der Humanmedizin bekannte Problem nosokomialer Infektionen tritt inzwischen zunehmend auch in tiermedizinischen Einrichtungen und Tierhaltungen auf. Einige dieser Infektionserreger sind auch auf den Menschen übertragbar, so dass ein "Kreislauf" der Problemkeime in einer Einrichtung zu beobachten ist, wobei die betroffenen Individuen oft auch nur unbemerkt kolonisiert sind. Bei Menschen oder Tieren mit einer geschwächten Immunantwort können diese Erreger jedoch Infektionskrankheiten mit fatalen Folgen verursachen.

Das Konsiliarlabor möchte in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Einrichtungen durch umfassende Aufklärung und Beratung in Verbindung mit der Implementierung eines gezielten Hygienemanagements zur Reduzierung nosokomialer Infektionen beitragen.