Probenversand

Probenversand

Die Proben sind mindestens mit Name und Datum zu kennzeichnen, so dass sie eindeutig identifizierbar sind!

Das Untersuchungsmaterial ist mit undurchlässigem Material zu umhüllen und dauerhaft zu kennzeichnen. Die Probenverpackung muss flüssigkeitsdicht sein. Wenn äußerliche Kontaminationen mit Krankheitserregern nicht ausgeschlossen werden können, bitte sorgfältig desinfizieren vor dem Versand.

Flaschen und Röhrchen sind gegen Auslaufen und vor Bruch zu sichern, dabei empfiehlt sich der Einsatz einer bruchsicheren Umverpackung mit  saugfähiger Einlage. Die Probengefäße dürfen nicht bis zum unteren Rand des Gefäßverschlusses gefüllt werden!

Verpackungs- und Transportvorschriften

Die ADR (Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße bzw. mit der Eisenbahn, Neufassung 2003) Unterabschnitt 2.2.62.1.6 der Anlagen A definiert diagnostische Proben auf folgende Weise:

 

Diagnostische Proben von Tieren (oder Menschen) sind unter anderem Ausscheidungsstoffe, Sekrete, Blut und Blutbestandteile, Gewebe und Gewebsflüssigkeiten, die zu Untersuchungs- oder Forschungszwecken befördert werden, ausgenommen jedoch infizierte lebende Tiere.

Neben den gesetzlichen Vorschriften sind auch die Geschäftsbedingungen der beauftragten Dienstleistungsfirmen (Post, Kurierdienste) zu beachten: 
Die Geschäftsbedingungen der Post können z. B. im Internet unter der Adresse www.deutschepost.de eingesehen werden.

Probenbegleitbericht

Jeder Probe ist ein schriftlicher Untersuchungsantrag als Begleitschreiben beizulegen. Dieser ist vor Verunreinigung und Durchfeuchtung zu schützen, z. B. mit Plastikhülle.

  • Name und vollständige Anschrift des behandelnden Tierarztes (Stempel) mit Telefon- und Telefaxnummer
  •  Name und vollständige Anschrift des Tierhalters (genaue Angabe der Gemeinde und des Landkreises), möglichst mit Telefon- und Telefaxnummer
  • Gewünschte Untersuchung (z.B. Infektionskrankheit bzw. Erreger)
  •  Art, Herkunft und Entnahmedatum des Untersuchungsmaterials
  • Tierart
  • Geschlecht
  • Alter
  • Kennzeichen (z.B. Ohrmarke, Tätowierung etc.) und ggf. Rasse des Tieres
  • ggf. Datum des Verendens bzw. der Tötung des Tieres, ggf. auch Angaben über Deckdatum oder Trächtigkeit
  • Größe des Tierbestandes
  • Zahl der erkrankten bzw. verendeten Tiere im Bestand
  • Krankheitsbeginn, Krankheitsverlauf, klinische Erscheinungen
  • klinische Diagnose bzw. Verdachtsdiagnose
  • bisher erfolgte therapeutische Maßnahmen
  • Impfungen
  • Hinweis auf bisherige Untersuchungen, ggf. mit Befundnummer
  • Anforderung eines Antibiogramms oder bestandsspezifischen Impfstoffes, falls gewünscht.