Mikrobiologie & Molekularbiologie

Der Verdauungstrakt ist mit einer Vielzahl verschiedener Bakterienarten besiedelt. Die Wechselwirkungen zwischen Darmbakterien, Nahrung und Wirt sind vielfältig und unterliegen verschiedenen Einflüssen. Eine Forschungsrichtung des Instituts ist deshalb die Analyse der Zusammensetzung und Aktivität von Darmbakterien unter dem Einfluss verschiedener Diäten und Futterzusatzstoffen.

Im Institut werden neben klassischen mikrobiologischen Verfahren verschiedene molekularbiologische Methoden eingesetzt. Um die Zusammensetzung der Bakterien im Darm zu erfassen, werden qualitative Verfahren wie die Denaturierende Gradienten Gelelektrophorese (DGGE) und quantitative Verfahren wie die Realtime PCR am häufigsten verwendet. Als „state-of-the-art“ Methode wird auch das sogenannte „Next-Generation-Sequencing“ eingesetzt, mit der eine detaillierte Analyse der bakteriellen Zusammensetzung möglich ist. Als Hybrid-Methode zwischen Mikrobiologie und Molekularbiologie kommt die Koloniehybridisierung zum Einsatz, bei der nach Kultivierung von Bakterien auf selektiven Festmedien Bakterienstämme über spezifische DNA-Sonden identifiziert werden. Darmbakterien sind sehr vielseitig und verändern ihre Aktivitäten in Abhängigkeit von ihrer Umwelt, ohne das sich zwangsläufig die bakterielle Zusammensetzung im Darm verändert. Deshalb besteht ein weiterer Forschungsschwerpunkt des Instituts in der Entwicklung von Methoden, um spezifische bakterielle Aktivitäten zu erkennen, die sich durch die Gabe verschiedener Futterzusatzstoffe ergeben (Wechselwirkungen mit dem Epithel).