TV im Intranet

Autor: Dr. Manfred Sommerer

Einführung

Häufig werden auf verschiedensten Fernsehkanälen Sendungen mit tiermedizinisch-relevanten Inhalten ausgestrahlt. Oftmals spielen Einrichtungen des Fachbereichs hierbei eine tragende Rolle. Die Rechte dieser Aufnahmen liegen beim jeweiligen Sender. Kommt es zur Ausstrahlung, ist es meist, jedoch nicht immer möglich vom Sender eine Kopie der ausgestrahlten Sendung zu erhalten. Manche Kopien werden zudem noch auf Videokassette bereitgestellt und müssen digitalisiert werden um via PC zur Darstellung kommen zu können. Um das Procedere zu erleichtern, ist es sinnvoll, die betreffenden Sendungen bereits bei der Ausstrahlung in digitaler Qualität d.h. direkt verfügbar aufzuzeichnen. Prinzipiell kann hier auf DVB-T, DVB-S oder Kabel als TV-Quelle zurückgegriffen werden. Da der Fachbereich über keinen Kabelanschluss verfügt, bleibt nur die DVB-Variante.

DVB-T - Grundlagen zum "Überall-Fernsehen"

Gemäß Planung der Bundesregierung findet der Umstieg vom bisherigen analogen PAL-Fernsehen auf das digitale Antennenfernsehen DVB-T schrittweise, d.h. zunächst in den großen Ballungszentren statt. Der Anfang wurde in der Hauptstadtregion Berlin-Potsdam gemacht. Seit dem 4. August 2003 ist die Umstellung in dieser Region abgeschlossen. Damit ist es hier möglich mit geeigneten Empfangsgeräten Fernsehsendungen in digitaler Qualität zu betrachten, aufzuzeichnen und wiederzugeben.

Der DVB-T-Server

Diese Lösung wurde 2005 v.a. aus Kostengründen gewählt. Ein mit geeigneter DVB-T-Schnittstellenkarte ausgestattetes Windows-System wird zur Aufnahme von Sendungen, die via DVB-T ausgestrahlt werden befähigt. Leider zeigte es sich, dass es zu dieser Zeit aufgrund der oftmals doch sehr niedrigen Bandbreite bei der Signalübertragung via DVB-T relativ häufig zu störenden Blockartefakten kam.

Der DVB-S-Server

Aus dem genannten Grund wurde 2008 auf DVB-S umgestellt.
Wie zuvor hatte die IT-Abteilung des Fachbereichs die Firma mib-solutions beim Aufbau der Hardware und Implementierung eines geeigneten Webinterfaces zur passwortgestützten Programmierung von Fernsehaufnahmen unterstützt. Darüber hinaus wurde der Server um die Fähigkeit erweitert, die in MPEG-TS aufgenommenen Sendungen automatisch und formatkorrekt in DivX zu wandeln und zur direkten Ansicht des Aufnahmeergebnisses bereitzustellen.

Ist-Stand

DVB-T-Server wieder online

Einhergehend mit einem irreparablem Defekt des von der IT-Abteilung des Fachbereichs bis dato verwalteten DVB-S-Servers wurde der Betrieb des TV-Dienstes Mitte des Jahres 2011 am Fachbereich Veterinärmedizin eingestellt. Um dem Institut für Veterinär-Physiologie, das bereits früher ein intensiver Nutzer dieses Service war, die Möglichkeit der Aufnahme von TV-Sendungen zu erhalten, wurde hausintern  auf die bereits aus früheren Tagen bekannte, nicht  so hardwareintensive DVB-T-Lösung zurückgegriffen. Da derartig aufgenommenes Filmmaterial im Rahmen von E-Learningveranstaltungen zur Anwendung kommen soll, sind die Anforderungen an die Auflösungsgüte nicht so hoch; das Material muss auch bei niedrigeren Bandbreiten genutzt werden können, was auch mittels DVB-T erfüllt werden kann. Die früher oft bemängelten Aufnahmeartefakte stellen heute kein Problem mehr dar. Die in MPEG-TS aufgenommenen Sendungen werden nach Abschluss der Aufnahme automatisch formatkorrekt in DivX gewandelt und innerhalb des Netzwerks des Fachbereichs zur direkten Ansicht des Aufnahmeergebnisses bereitgestellt. Das abschließende Schneiden der Aufnahme übernimmt der DV-Beauftragte des Instituts. Dies ist über geeignete portable Apps auch durch jeden Mitarbeiter problemlos an seinem PC-Arbeitsplatz möglich.

Das Webinterface

Über das Webinterface können webbasiert TV-Aufnahmen programmiert werden.

Starten Sie  Ihren Webbrowser und geben Sie folgende Adresse ein:
http://vetdvbc.vetmed.fu-berlin.de:81
Als Benutzername und Passwort tippen Sie guest.

So erhalten Sie eingeschränkten Zugriff - die Nutzung der Bereiche Originalaufnahmen, Aufnahmeprogrammierung oder Verwendung der Fernsteuerung ist nicht möglich!

Achtung:
Adresse und IP sind nur innerhalb des Fachbereichs-/FU-Netzwerks nutzbar. Nutzername und Passwort, das Sie benötigen, um eine TV-Aufnahme zu programmieren, erhalten Sie auf Nachfrage beim DV-Beauftragten des Instituts für Veterinärphysiologie.


TV-Streaming

Die für die Umsetzung des webbasierten Videorekorders gewählte Softwarelösung DVBViewer ist durch Einsatz eines geeigneten Netstream-PlugIns auch in der Lage, das eingehen TV-Signal uni- oder multicast zu Streamen, wodurch es - bei aktiviertem Dienst - auch möglich ist, ein TV-Signal an einem Fachbereichs-PC zu empfangen. Hierzu kommt der Multiformatmedienplayers VLC zum Einsatz.

Die Wahl des Kanals erfolgt seitens des DV-Beauftragten über die Webschnittstelle durch Start und Verwendung einer virtuellen Fernbedienung.

webbasierte Fernbediengung zur Kanalsteuerung des DVB-T-Server

 

 

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