Fehlbildungen Rumpf

Gespaltener Brustkasten mit vorgelagertem Herzen beim Rind
Erwähnt im Katalog 3. Fortsetzung 1856

"Brustkasten mit vorliegendem Herzen, vom Kalbe. Das Herz allein liegt zu Tage und hat keinen Herzbeutel."

Gespaltener Brustkasten mit vorgelagertem Herzen beim Rind
Erwähnt im Katalog 1. Fortsetzung 1846

"Ein Kalb mit Brustspalte und vorliegendem Herzen. Der Herzbeutel fehlt, wie in allen diesen Fällen. Das Kalb war bald nach der Geburt gestorben."

 

Gurlt beschreibt ein Ganzkörperpräparat, dieser Teil des Präparates wurde vermutlich nachträglich entnommen und blieb erhalten.

Bauchspaltung beim Rind
Erwähnt im Katalog 3. Fortsetzung 1856

"Kalbsfötus mit Bauchspaltung. Er ist schon früh im Uterus gestorben, daher verschrumpft."

 

Anhand der deutlich erkennbar ausgebildeten Klauen lässt sich dieses Präparat eindeutig als Fötus eines Rindes identifizieren.

Missgeburt mit Bauchspaltung bei der Ziege
Erwähnt im Katalog 1. Fortsetzung 1846

"Missgeburt mit Bauchspalte (Schistocormus fissiventralis). Sie ist verkrümmt  und die inneren Geschlechtstheile sind mangelhaft."

Fehlgeburt mit Bauchspalte beim Hund
Keine exakte Zuordnung im Katalog möglich

 

Gurlt schreibt in seinem "Lehrbuch der pathologischen Anatomie"zu dieser Fehlbildung: "Der ganze Bauch ist vom Zwerchfelle bis zum Becken gespalten. Die Bauch-Eingeweide liegen vor, die Schafhaut (Amnion) geht von beiden Seiten in die Bauchhaut über; Wirbelsäule verkrümmt, Kopf und Glieder regelmäßig. An den Brust-Eingeweiden ist nichts abweichend."

Brust- und Bachspalte beim Schaf
Erwähnt im Katalog 1. Fortsetzung 1856

"Lamm mit Brust- und Vorderbauchspalte (Schistocormus schistepigastrico-sternalis)."

 

Gurlt schreibt zu dieser Missbildung in seinem "Lehrbuch der pathologischen Anatomie": "Brust- und Vorderbauch gespalten, die Rippen einer Seite nach oben gebogen, Brust- und Baucheingeweide vorgefallen; Kopf gewöhnlich regelmäßig, Rumpf und Hinterbeine verkrümmt."

Bauchspalte mit gedrehter Wirbelsäule bei der Ziege
Erwähnt im Katalog von 1838

"Lamm mit Leibspaltung und gedrehter Wirbelsäule (Schistosomus contortus.)"

 

Gurlt schreibt dazu in seinem "Lehrbuch der pathologischen Anatomie": "Spaltung am Hirnschädel, an der Brust und am Bauche bis zum Nabel, mit Vorlage der Eingeweide; die Wirbelsäule ist so um ihre Achse gedreht, dass der Vorderleib nach unten, der Hinterleib nach oben gekehrt ist."

 

Bei der Fehlbildung "Schistosomus" ist regelmäßig auch der Gaumen oder Gaumen und Hirnschädel gespalten. Dieses Präparat zeigt auch noch eine Lippenspalte.

Mangelhafter Leib ohne Lenden beim Rind
Erwähnt im Katalog 1. Fortsetzung 1846

"Unreifer Kalbsfötus ohne Lenden (Perosomus elumbis). Der Unterkiefer ist nicht zu kurz."

 

Im Katalog wird ein ähnliches Präparat aufgeführt, bei dem dies der Fall war. Es ist leider nicht erhalten geblieben.