Unvollst. o. fehl. Teile

Fehlende Zehenglieder beim Pferd
Erwähnt im Katalog 1. Fortsetzung 1846

"Hinterfuß mit mangelhaften Zehen, vom Fohlen. Das Fessel- und das Kronenbein ist vollständig, aber das Hufbein fehlt."

 

Das dem Hufbein zugehörige Sesambein, das Strahlbein, und der Hufschuh fehlen ebenfalls, so dass das gesamte Zehenendglied von der Fehlbildung betroffen ist.

Nichtspaltung der Zehen beim Schwein
Erwähnt im Katalog 1838

"Zwei Vorderfüße mit nicht gespaltenen Zehen, vom Schwein (Aschistodactylus solidungulus)."

 

Gurlt schreibt in seinem "Lehrbuch der pathologischen Anatomie" zu dieser Form der Fehlbildung: "Die beiden Klauen bei den Wiederkäuern, und die mittleren (großen) bei den Schweinen sind nicht gespalten, sondern einem Pferdehuf ähnlich, doch bemerkt man bisweilen eine seichte Längenfurche in der Mitte desselben, welche die nicht erfolgte Trennung andeutet.... Daher sind sie den Hufbeinen des Pferdes ähnlich, nur sind sie nach vorne zu mehr verschmälert. Alle anderen Theile des Körpers, und auch der Gliedmaßen sind nicht abweichend."

Nichtspaltung der Zehen beim Schwein - weitere Ansicht
Die dritte und vierte Zehe (die sog. Hauptzehen) sind hufähnlich verschmolzen, während die zweite und fünfte Zehe getrennt angelegt wurden.
Fötus ohne Vorderbeine beim Pferd
Erwähnt im Katalog 1. Fortsetzung 1846

"Unreifer Pferdefötus ohne Vorderbeine (Peromelus achirus)."

 

Gurlt schreibt dazu in seinem Lehrbuch der pathologischen Anatomie: "Die vorderen Gliedmaßen fehlen, allein die Schulterblätter sind, obgleich verkümmert, vorhanden; Kopf, Rumpf und hintere Giedmaßen sind in den meisten Fällen regelmäßig."

Unvollständig entwickelte Beine beim Schaf
Erwähnt im Katalog 2. Fortsetzung 1851

"Lamm mit sehr mangelhaften Gliedmaßen (Peromelus micromelus)."

 

Gurlt schreibt dazu in seinem "Lehrbuch der pathologischen Anatomie": Bei dieser Art von Fehlbildung kommen verschiedene Grade vor, je nachdem alle Füße, nur einige, oder ein einziger missgebildet sind, oder je nachdem die Theile bis zum Armbein, oder bis zu dem Vorderarme oder nur ein Finger- oder Zehenglied fehlt. Kopf, Rumpf und Eingeweide sind gewöhnlich normal."

 

Diesem Präparat fehlt die rechte Schultergliedmaße, die linke ist zu kurz. Die hinteren Gliedmaßen sind verkrümmt.

Verkürzte Gliedmaßen beim Schwein
Erwähnt im Katalog 4. Fortsetzung von 1846

"Drei Schweinchen mit zu kurzen Gliedmaßen (Nanomelus brevipes). Alle drei sind von einem Wurf."

 

Nur eins der Schweinchen blieb erhalten.

 

Gurlt schreibt zu dieser Missbildung in seinem "Lehrbuch der pathologischen Anatomie": "Bei der Zwergbildung des ganzen Körpers sind die Gliedmaßen gewöhnlich sehr kurz, so dass sie oft kaum den dritten Theil der gewöhnlichen Länge haben, ohne dass Theile derselben fehlen; wobei jedoch auch Abweichungen von der regelmäßigen Gestalt vorkommen....

Bei Nanomelus brevipes sind die Vorder- und Hinterbeine zu kurz, aber jene erst von der Vorderfußwurzel an, diese schon vom Kniegelenk, oder es sind an den Vorderextremitäten die Vorderarme, an den Hinterextremitäten die Unterschenkel zu kurz, und die übrigen Knochen sind regelmäßig."