
Neue Methoden in der Lehre
Startseite des „Second Room“ der Veterinär-Anatomie
Plendl J., Bahramsoltani J., Gemeinhardt O., Hünigen H., Käßmeyer S., Janczyk P., 2009. “Active participation instead of passive behaviour opens up new vistas in education of veterinary anatomy and histology”. Anatomia Histologia Embryologia 38, 355-360
"Second Room"
Der Name “Second Room” steht für einen virtuellen Präparier- und Mikroskopiersaal. Er ist das Eingangsportal unserer Blackboard-Plattform. Im Fokus dieses Projekts steht die flächendeckende Vernetzung unseres Lehrprogramms. Alle von uns angebotenen Lehrveranstaltungen sind in diesem Eingangsportal miteinander verlinkt. Ein „Klick“ auf eine der angebotenen Veranstaltungen, welche thematisch gegliedert sind, führt die Studierenden zur Auswahl der für das E-learning erstellten Materialien.
FU E-Learning Förderpreis 2010 an das Institut für Veterinär-Anatomie (Käßmeyer, Plendl)
"Peer instructing"
"Peer instructing" (peer = engl. der Ebenbürtige, der Gleichrangige; to instruct = engl. ausbilden, anleiten) basiert auf dem durch die Dozenten begleiteten und unterstützten Lehren durch Studierende. Diese neue und für alle Beteiligten arbeitsintensive Methode fördert die Kommunikation zwischen Studierenden sowie zwischen Studierenden und Dozenten. Durch "Peer instructing" wird den Studierenden ermöglicht, nicht nur Fachwissen zu vertiefen, sondern zusätzlich auch rhetorische Fähigkeiten auszubauen. Die "Peer instructors" sind in den Präparierübungen und den Histologischen Übungen aktiv und beurteilen diese neue Methode sehr positiv.
Fotografien der Präparate in Anatomie ("E-pics") und Histologie ("E-pics", "E-slides", "E-grids" ohne Beschriftung und mit Beschriftung als "Peer legends") stehen online auf einer Lernplattform (Blackboard) zur Verfügung.
"Guided dissection"
Um die einzelnen Schritte der Präparation nachvollziehbar und für alle gut sichtbar darzustellen, werden diese während der Übungen mit einer Kamera live übertragen.

Neues Konzept zur Rotation der anatomischen Präparate
Die Studierenden werden in Klinik und Praxis mit Hunden und Katzen verschiedener Körperkonstitution konfrontiert, d.h. mit Tieren verschiedener Rassen, sowie alten und jungen, großen und kleinen, adipösen und kachektischen Individuen.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bieten wir in unseren Präparierkursen die Möglichkeit an, sich auf diese Situation einzustellen, indem die Tierleichen von Kurs zu Kurs und von Tisch zu Tisch rotieren. Obwohl die Rotation den Schwierigkeitsgrad der Präparation steigert, haben sich die Studierenden unseres Fachbereichs bei einer Abstimmung ausdrücklich für diese Methode ausgesprochen. Dies zeigt das hohe Engagement und die Leistungsbereitschaft unserer Studierenden.

„Final call“
Um den Abschluss jeder Präparierübung organisiert und im Team zu gestalten, werden 10 Minuten vor dem Ende jeder Übung zwei Studierende aufgerufen. Diese fassen das jeweilige Präparierthema kurz mündlich zusammen und sprechen gegebenenfalls Probleme an.
Cyber-Prep
Durch einen neuen Online-Kurs können die Studierenden auch außerhalb des Präpariersaals anhand von Fotografien und Filmen die verschiedenen Präparationsstufen selbständig nachvollziehen und ihr Wissen überprüfen (Video-Bsp.: Bitte auf das linke Bild unten klicken.)
Kompetenzteams
In den Situsseminaren I und II wird der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den Studierenden durch studentische Kompetenzteams optimiert. Die Studierenden teilen eigenverantwortlich Spezialisten für die verschiedenen Organe ein, welche während der Situsseminare Fragen beantworten und Probleme diskutieren.

Klinische Anatomie
Da die Studierenden häufig Defizite zeigen, die im anatomischen Unterricht erworbenen Kenntnisse auf den lebenden Organismus zu transferieren, werden einzelne Strukturen, z.B. wichtige Punkte des Skeletts, am lebenden Tier untersucht. Zusätzlich werden Ultraschallübungen angeboten sowie Röntgenbilder und Aufnahmen aus modernen bildgebenden Verfahren (CT, MRT) eingesetzt.
Embryologie
Durch die Einführung eines neuen Unterrichtsprogramms der Embryologie werden neue Schwerpunkte gesetzt, welche eine solide und innovative Grundlage für verschiedene klinische Disziplinen wie z. B. Pathologie und viele Bereiche der Reproduktionsbiologie darstellen. Komplexe Sachverhalte, z.B. die Entwicklung des Herzens, werden durch Filmsequenzen (Bitte auf das linke Bild unten klicken) veranschaulicht.





