Epidemiologie

Epidemiologie

  • Erregerausscheidung über Kot, Nasensekret, Tränenflüssigkeit, Kropfmilch, Schnabel- und Rachenschleim
  • Ausscheidung kontinuierlich oder intermittierend durch klinisch kranke oder latent infizierte Tiere
  • Erreger in der Umwelt mehrere Monate überlebensfähig
  • Übertragung hauptsächlich horizontal aerogen durch Inhalation von Staub
  • evtl. orale Übertragung beim Füttern der Nestlinge
  • Erreger wurde aus Milben und Federlingen isoliert -> evtl. Beteiligung an der Verbreitung als Vektor
  • alle Vogelarten sind empfänglich, bei Vögeln, die nicht der Ordnung Psittaciformes angehören, wird die Erkrankung als Ornithose bezeichnet
  • auch Säuger und Menschen können sich infizieren (Zoonose, nach Bundesseuchengesetz besteht Meldepflicht für die Psittakose beim Menschen)

Pathogenese

  • nach aerogener Aufnahme der Elementarkörperchen erfolgt die Erregervermehrung in Makrophagen und Zellen der Atmungsorgane
  • 1 bis 2 Tage nach der Infektion gelangt der Erreger über die Blutbahn in Milz, Leber und Herz
  • am 3. Tag ist er in der Nasenhöhle und im Darm nachweisbar
  • Erregerausscheidung erfolgt bereits wenige Tage nach der Infektion
  • Erkrankungsverlauf abhänghig von
    • Alter (bei jüngeren Tieren oft akuter und fataler)
    • Stress (führt besonders bei latent infizierten Tieren zur klinischen Manifestation)
    • Immunstatus
    • Sekundärinfektionen