Eibeimpfung

In embryonierten Eier können wegen der Vielzahl an verschiedenen Zelltypen viele Viren isoliert werden. Hühnereier für diesen Zweck sollten nur von spezifisch pathogenfreien (SPF) Tieren gewonnen werden, um (1) eine Kontamination durch vertikal übertragene Erreger auszuschließen und um (2) auszuschließen, dass maternale Antikörper das Viruswachstum verhindern. Dies ist auch zu berücksichtigen, wenn Eier anderer Vogelspezies, v.a. Puten, Enten und Gänse verwendet werden. Wird dies beachtet, ist die Isolierung im embryonierten Ei meist sensitiver als in der Zellkultur und für viele Viren (AI, ND, IBD) der Standard.

Die embryonierten Hühnereier können je nach Virus um den 6. Bebrütungstag in den Dottersack oder um den 11. Bebrütungstag auf die Choroiallantoismembran oder in die Allantoishöhle inokuliert werden.