Diagnose

Bei plötzlichem Auftreten einer schweren Allgemeinerkrankung mit hoher Morbidität und Mortalität muss immer an die Klassische Geflügelpest gedacht werden

Da aber die klinischen Erscheinungen sowie die pathologischen Befunde nicht pathognomonisch sind, muss die Diagnose durch Erregernachweis bzw. -isolierung und dessen Charakterisierung oder serologisch erfolgen.

Der direkte Erregernachweis kann mittels Immunfluoreszenztest oder mit der PCR erfolgen.

Geeignetes Material zur Virusisolierung sind neben Kloaken- und Trachealtupferproben, Kot oder Darminhalt auch Organmaterial frisch verendeter Tiere, wie Trachea, Lunge, Leber, Hirn und Milz.

Die Virusanzüchtung gelingt am sichersten im embryonierten SPF Hühnerei.

Für die weitere Charakterisierung (Bestimmung des H-Subtyps und der Pathogenität mittels Tierversuch= IVPI bei 6 Wochen alten Küken) ist das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza (Friedrich-Löffler Institut, Insel Riems) zuständig.

Der Antikörpernachweis ist für die akute Seuchendiagnostik ungeeignet, wird aber für Verfolgsuntersuchungen und zur Überwachung von LPAI eingesetzt.

Am besten geeignet ist der HAH-Test (Hämagglutinationshemmtest) mit H5 oder H7 Antigen.

Möglich sind auch ELISA oder der AGP-Test (Agargelpräzipitationstest), mit denen Antikörper gegen das gruppenspezifische Antigen aller Influenzaviren Typ A erfasst werden, die dann allerdings mittels HAH-Test subtypisiert werden müssen.

Außerdem ist ein Schnelltest erhältlich, der allerdings nicht sehr sensitiv reagiert.