Symptome

Mattigkeit
geschlossene Augen, Mattigkeit
gelblicher Kot
schwefelgelber Kot
Blinddarm hämorrhagisch
Blinddarm hämorrhagisch
Blinddarm fibrinös
Blinddarm fibrinös
Histopatho
verdickte Mukosa
Leber Nekroseherde
Leber Huhn
Leber Pute
Leber Pute
Histo zerstörte Leber
zerstörte Leber
Histo Lacunen
Parasiten in Lacunen im Lebergewebe
Niere
Niere

Klinische Symptome

Die Inkubationszeit beträgt bei natürlicher Infektion 7 bis 12 Tage. Morbidität und Mortalität sind bei Puten sehr hoch und können besonders bei Jungtieren bis zu 90 % betragen. Bei anderen Wirten verläuft die Infektion mit deutlich geringerer Mortalität oder klinisch inapparent.

Infizierte Tiere sind sehr matt, lassen die Flügel hängen und zeigen gestelzten Gang, die Augen sind häufig geschlossen.

Als charakteristisches Zeichen gilt der schwefelgelbe Kot, der als Folge des hämolytischen Ikterus und der Leberschäden auftritt.

Durch die schweren Kreislaufstörungen tritt selten eine ausgeprägte Zyanose des Kopfes auf (Blackhead).

Auf Herdenbasis kann man ein zunehmendes Auseinanderwachsen gleich alter Tiere beobachten, ebenso erhöhtes Wärmebedürfnis (Gruppenbildung) und über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen verteilt Tierverluste von 20-90 %.

Pathologische Symptome

Veränderungen kommen in Blinddarm und in der Leber vor.

Das Lumen der Blinddärme ist erweitert. Die Histomonaden dringen vom Blinddarmlumen in die Darmwand ein, in der sie sich extrazellulär vermehren und Ulzera in der Schleimhaut verursachen, die zu Perforation und Peritonitis führen können. Weite Teile der verdickten Blinddarmschleimhaut sind mit hämorrhagischen oder fibrinösen bis diphteroiden Entzündungen bedeckt.

Das Exsudat bildet meist harte, käsige Pfropfen, die das Lumen ausfüllen.

Das histopathologische Bild der Blinddärme zeigt eine verdickte Mukosa, Lymphozytäre and makrophagozytäre Infiltrate, die sich bis in die Tunica muscularis ausbreiten. Die Parasiten befinden sich in Lacunen in der Schleimhaut.

Von der Darmwand aus gelangen Histomonaden durch hämatogene Streuung in die Leber, wo sie rundliche, gewöhnlich 3-10mm große, eingedellte, weiß gelbliche Nekroseherde mit rötlichem Rand hervorrufen, die tief ins gesunde Lebergewebe hineinreichen und konfluieren können. Die Herde sind vom gesunden Lebergewebe abgrenzbar. Bei Hühnervögeln fehlen die Nekroseherde häufig.

Das histopathologische Bild der Leber zeigt ausgehend von den Portalgefäßen massive Zerstörung des Lebergewebes. Auch hier befinden sich die Parasiten in Lacunen im Lebergewebe.

Selten sind auch die Nieren, die Bursa fabricii oder andere Organe von der Infektion betroffen.