Bekämpfung

In der EU ist seit 2003 kein Amöbostatikum mehr zugelassen. Wirksame Stoffe zur Prophylaxe waren Nitrofurane, insbesondere Nifursol. In den USA ist Nitarson, eine organische Arsenverbindung noch zur Prophylaxe zugelassen.

Pflanzliche Extrakte sind aufgrund ihrer wesentlich geringeren oder nicht bewiesenen Wirksamkeit, nach derzeitigem Kenntnisstand, kein ausreichender Ersatz für die früher zugelassenen Futterzusatzstoffe zur Verhütung der Histomonose bei Puten.

Eine Impfung ist derzeit nicht möglich, allerdings zeigen erste Versuche mit einer Lebendvakzine positive Ergebnisse.

Zur Vermeidung der Erregerverschleppung in Putenbestände sind Hühner und Puten grundsätzlich streng getrennt voneinander zu halten. Unbefestigte Ausläufe, die von Hühnern benutzt wurden, dürfen für mindestens 4 Jahre nicht den Puten als Auslauf zur Verfügung gestellt werden. Auch Jungputen sollten getrennt von älteren Tieren gehalten werden.

Bei Freilandhaltung muss Weidepflege betrieben werden, insbesondere das Nutzen von Wechselweiden, mehrmaliges tiefes Pflügen, um Wurmeier durch UV-Licht und Austrocknung zu zerstören, evtl. in Verbindung mit dem Ausbringen von gebranntem Kalk, sowie Einhalten einer Ruhezeit der Weide bis zum Neubewuchs.

Bei Stallhaltung sind die üblichen Hygieneregeln einzuhalten. Dazu zählt vor allem das all in/ all out-Verfahren, versiegelte, desinfizierbare Böden, Netzböden unter Tränken und Futterautomaten und  eine möglichst trockene Streu.

Ferner sollten regelmäßige Kotuntersuchungen und Entwurmungen durchgeführt werden, vor allem Heterakis-Befall ist systematisch zu bekämpfen.

Es besteht keine Anzeige- oder Meldepflicht.