Epidemiologie

Der Erreger ist weltweit verbreitet. Erstmals wurde er 1895 durch den Parasitologen Theobald Smith in den USA beschrieben.

Obwohl die Erkrankung bei Hühnern und anderen Geflügelarten (Pfau, Perlhuhn, Fasan, Wachtel, Birkhuhn sowie Strauß, Nandu, Trappe, Marabu) vorkommt, ist die Pute der empfänglichste Wirt.

Hühner mit Heterakis-Befall sind die wichtigsten Reservoirwirte von H. meleagridis.

Für Puten ist die Infektionsgefahr bei Auslaufhaltung am größten, besonders dort, wo auch Hühner gehalten werden. In Heterakis-Eiern können Histomonaden unter günstigen Bedingungen (feuchter Boden) mehr als 2 Jahre überdauern, selbst bei Abkühlung bis auf 0°C.

Regenwürmer und Arthropoden wie Fliegen, Grashüpfer oder Asseln können bei Aufnahme der Heterakis-Eier als Stapelwirt fungieren.

Puten können sich in jedem Lebensalter infizieren, jedoch tritt die Erkrankung zwischen der 3. und 12. Lebenswoche am häufigsten auf. Der Verlauf der Infektion wird hauptsächlich vom Alter und von der Darmflora des Wirtes beeinflusst.  Gnotobiotische Truthühner erkrankten nach experimenteller Infektion mit H. meleagridis nicht, doch entstand das typische Krankheitsbild, wenn der Erreger gemeinsam mit E.coli, Cl. perfringens oder der konventionellen Bakterienflora des Caecums in die Kloake inokuliert wurde.

Die Übertragung erfolgt also

  • über orale Aufnahme von Heterakis-Eiern
  • über frischen Kot von Tier zu Tier (cloakal drinking)
  • über Aufnahme von Regenwürmern, die als Stapelwirt fungieren