Gesetzliche Bestimmungen

Beprobung Zucht
Beprobung Zucht
beprobung betrieb
Beprobung Betrieb
beprobung brüterei
Beprobung Brüterei
beprobung antimikrobiell
Beprobung anti-mikrobiell
beprobung legehennen
Beprobung Legehennen

Richtlinie 2003/99/EG

...zur Überwachung von Zoonosen und Zoonoseerregern und zur Änderung der Entscheidung 90/424/EWG des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 92/117/EWG des Rates

Überwachungspflichtige Zoonosen und Zoonoseerreger

  • Salmonellose und ihre Erreger
  • Campylobacteriose und ihre Erreger
  • Verotoxinbildende Escherichia coli
  • Listeriose und ihre Erreger

Verordnung (EG) Nr. 2160/2003

...zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern

Spezielle Zoonosen und Zoonoseerreger, für die gemäß Artikel 4 Gemeinschaftsziele zur Senkung der Prävalenz festzulegen sind (Anahng 1 Verordnung  (EG) Nr. 2160/2003)

2. Tierpopulation

4. Ziel festlegen (*) nach Inkrafttreten

5. Untersuchungen verbindlich vorgeschrieben ab:

Gallus-gallus-Zuchtherden

12 Monate

18 Monate nach dem  in Spalte 4  angegebenen Datum

Legehennen

24 Monate

Masthähnchen

36 Monate

Puten

48 Monate

(*) Diese Fristen setzen voraus, dass spätestens 6 Monate vor Festlegung des betreffenden  Ziels vergleichbare Daten über die Prävalenz vorliegen. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird die Frist für die Festlegung des Ziels entsprechend verlängert.

Tierpopulation

Stufe der Lebens-mittelkette

Ziel festzulegen bis

Untersuchung verbindlich vorgeschrieben

Zuchtherden-

Gallus gallus

Primärproduktion

12.12.2003

12.06.2006

Legehennen

Primärproduktion

12.12.2005

12.06.2007

Masthähnchen

Primärproduktion

12.12.2006

12.06.2008

Puten

Primärproduktion

12.12.2007

12.06.2009

Schlachtschweine

Schlachtung

12.12.2007

12.06.2009

Zuchtschweine

Primärproduktion

12.12.2008

12.06.2010

Alle Salmonella-Serotypen von Belang für die öffentliche Gesundheit

Zuchtherden

Verordnung 1003/2005/ EG

…zur Senkung der Prävalenz bestimmter Salmonella-Serotypen bei Zuchtherden von Gallus gallus und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003

Definition der Serovare für Gallus-Gallus-Zuchtherden

  • S. enteritidis
  • S. typhimurium
  • S. hadar
  • S. virchow
  • S. infantis

Ziel bis zum 31. Dezember 2009

  • Verringerung der Prävalenz um 1%

 Verordnung (EG) Nr. 2160/2003

…zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern

Beprobung der Zuchtherden ab dem 01.01.2007

Verordnung 1003/2005/ EG

…zur Senkung der Prävalenz bestimmter Salmonella-Serotypen bei Zuchtherden von Gallus gallus und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003

Überwachung der Zuchtherden

  • Ort der Beprobung (Brüterei oder Betrieb) wird von der zuständigen Behörde festgelegt.

Beprobung auf Betreiben des Unternehmers

  • alle 2 Wochen

  • Bodenhaltung: Kotproben oder 5 Paar befeuchtete Stiefelüberzieher

  • Käfig: Kot von Kotbändern, Bandkratzern, Kotgruben

  • mindestens 2 Ansätze pro Beprobung

  • Beprobung der Brüterei

    • Fünf verschiedene verschmutzte Schlupfbrüter- Hordenauskleidungen oder

    • Fünf verschiedene Stellen des Schlupfbrüters mit einer Gesamtfläche von mindestens 1 m2

    • Falls keine Hordenauskleidungen verwendet werden

      • 25 verschiedene Schlupfbrüterhorden

      • 10 g zerbrochene Eischalen  und daraus eine Unterprobe von 25 g

Amtliche Überwachung

  • Häufigkeit der Beprobung für den Fall, dass die Beprobung auf Betreiben des Unternehmers auf dem Betrieb stattfindet:

  • Häufigkeit der Beprobung für den Fall, dass die Beprobung auf Betreiben des Unternehmersin der Brüterei stattfindet:

  • Für den Fall, dass die Beprobung auf dem Betreib stattfindet: Bestätigung in Folge der Feststellung relevanter Salmonellen bei der Beprobung der Brüterei
  • Beprobung von mindestens 5 ausgewählten Tieren aus jedem Stall des Betriebs -> Untersuchung auf Salmonellen und antimikrobielle Mittel 

Verordnung (EG) Nr. 2160/2003

…zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern

Maßnahmen bei Feststellung oder Verdacht (S. enteritidis, S. typhimurium)

  • Nicht bebrütete Eier müssen vernichtet werden aber
  • Solche Eier können für den menschlichen Verzehr verwendet  werden, wenn sie in einer Weise behandelt werden, dass die Tilgung von Salmonellen gewährleistet ist.
  • Infizierte Bruteier müssen vernichtet werden.
  • Alle geschlüpfte Eintagsküken einer infizierte Herde müssen vernichtet werden.
  • Alle Tiere der Herde müssen  vernichtet werden oder
  • Alle Tiere der Herde können geschlachtet werden.

Legehennen

Verordnung (EG) Nr. 1168/2006

…Gemeinschaftsziel zur Eindämmung der Prävalenz bestimmter Salmonellen-Serotypen bei Legehennen der Spezies Gallus gallus

  • Ziel = Verringerung positiver Herden

Prävalenz in %

Jährliche prozentuale Verringerung

< 10

10

10 - 19

20

20-39

30

> 40

40

  • Ab 01.01.2008 Untersuchung verbindlich auf
    • S. enteritidis
    • S. typhimurium

Verordnung (EG) Nr. 2160/2003

…zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern

Häufigkeit der Beprobung bei Legehennen ab 01.01.2008

Verordnung (EG) Nr. 1168/2006

…Gemeinschaftsziel zur Eindämmung der Prävalenz bestimmter Salmonellen-Serotypen bei Legehennen der Spezies Gallus gallus

  • Kotproben und Umgebungsproben

  • Käfighaltung: 2 X 150 g Kotproben sind aus natürlich vermischten Fäkalien von sämtlichen Kotbändern, Bandkratzern oder Kotgruben im Innern der Stallungen nach Betätigung der Entmistungsanlage zu nehmen

  • Stufenkäfigställen: 2X 150 g Kotproben aus frischen vermischten Fäkalien sind an 60 unterschiedlichen Stellen aus den Kotgruben zu nehmen.

  • Bodenhaltung: zwei Paar Stiefelüberzieher oder Socken sind für die Probenahme zu verwenden, wobei die Überstiefel zwischen den Stiefelüberziehern nicht gewechselt werden dürfen.

  • Beprobung mindestens:

    • eine Herde pro Jahr je Betrieb mit mindestens 1 000 Tieren;

    • im Alter von 24 ± 2 Wochen bei Herden, die in Räumlichkeiten untergebracht sind, in denen beim vorherigen Besatz ein Vorkommen von Salmonellen festgestellt wurde;

    • beim Verdacht auf Infektion durch SE oder ST und zwar als Folgemaßnahme der epidemiologischen Untersuchung lebensmittelbedingter Ausbrüche;

    • alle übrigen Herden eines Betriebs, falls SE oder ST in einer Herde im Betrieb nachgewiesen wird;

    • jeden Fall, in dem die zuständige Behörde eine Beprobung für zweckmäßig erachtet.

  • Nahme offizieller Proben
    • mindestens 100 g Staub an besonders ergiebigen Staubquellen an verschiedenen Orten innerhalb des Stalls
    • Im Falle unzureichenden Staubmaterials ist eine zusätzliche Probe von 150 g an natürlich gepoolten Fäkalien oder mittels eines weiteren Paars Stiefelüberzieher oder Socken zu nehmen
    • Die zuständige Behörde hat sich durch weitere Untersuchungen, die ihr angemessen erscheinen, zu vergewissern, dass die Ergebnisse der Untersuchungen auf Salmonellen nicht durch den Einsatz antimikrobieller Mittel bei den betreffenden Herden verfälscht werden.

Verordnung (EG) No. 1237/2007

...Zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 des Europäischen Parlaments und des Ratessowie der Entscheidung 2006/696/EG hinsichtlich des Inverkehrbringens von Eiern aus mit Salmonellen infizierten Legehennenherden

Ab 01.01.2009 Behandlung von Eiern aus Herden mit unbekanntem Gesundheitsstatus und infizierten Herden

  • …wenn sie in einer Weise behandelt werden, dass die Tilgung aller Salmonella-Serotypen mit Belang für die öffentliche Gesundheit gemäß den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft über Lebensmittelhygiene gewährleistet ist
  • als Eier der Klasse B und eindeutig von Eiern der Klasse A unterscheidbar (Verordnung (EG) Nr. 557/2007 ...Vermarktungsnormen für Eier)
  • Dürfen nur in Verpackungszentren gebracht werden, wenn die zuständige Behörde die Maßnahmen zur Verhinderung einer möglichen Kreuzkontamination mit Eiern aus anderen Herden gebilligt hat.
  • Wenn Tiere von infizierten Herden geschlachtet oder vernichtet werden, so sind Maßnahmen zu treffen, um das Risiko der Ausbreitung von Zoonosen möglichst gering zu halten.
  • Damit falsch positive Erstergebnisse ausgeschlossen werden kann

a) wenn sich bei der epidemiologischen

Untersuchung lebensmitelbedingter Ausbrüche herausstellt, dass die Legehennenherde nicht Infektionsquelle für den Menschen durch den Verzehr von Eiern oder Eierzeugnissen ist

b) sofern die Herde einem nationalen Bekämpfungsprogramm gemäß Artikel 5 unterzogen wird und Salmonella-Serotypen, für die ein Reduktionsziel festgelegt wurde, durch folgendes Probenahmeprotokoll, das von der zuständigen Behörde durchgeführt wird, nicht bestätigt werden:

I) 7 Proben: von jedem einzelnen Fäkalienmaterial und jeder Staubprobe eine Unterprobe von 25 Gramm für die Analyse zu entnehmen; alle Proben sind getrennt zu analysieren;

oder

II) bakteriologische Untersuchung des Zäkums und der Eileiter von 300 Tieren;

oder

III) bakteriologische Untersuchung von Schale und Inhalt von 4 000 Eiern jeder Herde in Ansätzen von höchstens 40 Eiern.