Epidemiologie / Pathogenese

Epidemiologie

  • in Enten- und Gänsehaltungen eine der häufigsten Erkrankungen
    -> schwere witschaftliche Verluste
  • auch bei Puten bedeutsam
  • Hühner seltener betroffen
  • Erreger weltweit verbreitet
  • Wirtsspektrum breit, neben oben genannten:
    • Fasane
    • Wachteln
    • Rebhühner
    • Perlhühner
    • Psittaziden
    • freilebende Enten, Gänse, Schwäne, Lummen, Möwen
    • Hausschwein
  • Infektionsquelle: latent infizierte adulte Tiere; Erreger persisitiert im oberen Respirationstrakt

Übertragung

  • vertikal über infiziertes Brutei
  • horizontal 
      • direkt von Tier zu Tier
      • indirekt über Tränkwasser, Einstreu und andere lebende oder tote Vektoren
  • Bedeutsam: Infektketten unter Einbeziehung von Wildvögeln -> Erregerverschleppung über große Distanzen

Pathogenese

  • Eindringen des Erregers über die Schleimhäute des Respirationstraktes oder Hautläsionen
  • Verlauf der Erkrankung abhängig von
    • Infektionsdosis und Virulenz des Erregers
    • Spezies, Alter und Immunstatus des Wirtes
  • Anfälligkeit: Ente > Gans > Pute > Huhn
  • akut meist Jungtiere betroffen, bei adulten Tieren dominieren chronische Verlaufsformen
  • Virulente Stämme bewirken bei empfänglichen Küken häufig Septikämie -> dadurch systemische Koagulopathie, gekennzeichnet durch Schädigung der Endothelien und gesteigerte Kapillarpermeabilität
    -> Austritt von Blut und Emigration von Leukozyten
  • die exsudativ-entzündlichen Prozesse manifestieren sich vor allem an den serösen Häuten und Organüberzügen in der Leibeshöhle und den Hirnhäuten
  • bei Stämmen mit geringer Virulenz und älteren Tieren ist das Infektionsgeschehen meist auf den Respirationstrakt  in Form einer latenten Infektion begrenzt
  • Prädisponierende Faktoren nehmen Einfluss auf Verlauf