Diagnose

Diagnose- Tupfer
Diagnosetupfer
Diagnose - Spiegeleiform
Kolonien Spiegeleiform
Immunfluoreszenz in situ
Immunfluoreszenz in situ
Agglutination
Agglutination

Nachweis

  • Isolierung, Identifizierung, Typisierung
  • Serologie

Geeignete Proben

  • Trachealtupfer, Choanentupfer
  • Genitaltupfer/Sperma
  • (Organproben)
  • Abgestorbene Embryonen
  • Steckengebliebene Küken

Isolierung in Selektivmedien / -agar

  • Idealerweise Tupfer direkt aus dem Tier in den Brutschrank
  • Versand der Tupfer in geeignetem Medium bei 4°C (mit Kühlelementen) per Express (nicht länger als 24 h)
  • Langwierig (bis zu 7 d)
  • Komplexe Ansprüche (Alternativ im embryonierten Hühnerei)
  • Erhöhte CO2-Spannung
  • Gefahr der Überwucherung durch Bakterien, Pilze oder andere Mykoplasmen
      • Zugabe von Thalliumacetat und Penizillin
  • Sehr kleine Kolonien (bis zu 1 mm), „Spiegeleiform“
  • Schwache Anfärbbarkeit mit Gram, gramnegativ, besser Giemsa
  • Kokkoid
  • Speziesbestimmung mit speziesspezifischen Hyperimmunseren (IF, Immunochemisch)

Nachweis

  • PCR „in all kinds of flavour“: kommerzielle kits, in-house, konventionell, multiplex, qPCR, 16 s rRNA-Gen, andere Gene, generell für Mycoplasmen oder nur für bestimmte Spezies.
  • Immunfluoreszenz in situ

Antikörpernachweis

  • Aktuell 9 bedeutende Antigene bei MG identifiziert, 4 bei MS, 2 bei MM, 1 bei MI, evtl. mit mehreren Epitopen
  • Variable Expression der Antigene, nicht nur von Stamm zu Stamm, sondern teilweise auch von Passage zu Passage

HAH:

  • nicht alle Stämme produzieren Hämagglutinin; variable Expression
  • Hämagglutinine von MG und MS haben kreuzreagierende Epitope
  • geringere Sensitivität
  • hohe Spezifität
  • hoher Arbeitsaufwand

ELISA:

  • eine Vielzahl kommerziel erhältlicher Kits
  • weniger sensitiv, aber spezifischer als Agglutination
  • senisitiver aber weniger spezifisch als HAH

Schnellagglutination:

  • Schnell & billig
  • Nachweis von IgM
  • Halbwegs sensitiv
  • Anfällig für falsch positive Ergebnisse durch
      • Kreuzreaktionen mit Antikörpern gegen andere Bakterien
      • vorhergehendes Einfrieren der Seren
      • vorhergehende Impfung mit Impfstoffen aus Zellkulturen (Serumalbumine)